Côte de Boeuf | Röstzwiebeln | Süßkartoffel-Pommes
Rückwärtsgrillen für ultimative Zartheit
Heute hatte ich das Vergnügen, ein Côte de Boeuf auf dem Big Green Egg zuzubereiten – und ich muss sagen, es war eine absolute Offenbarung. Wenn ihr Fleisch liebt, dann solltet ihr diese Methode unbedingt ausprobieren. Côte de Boeuf ist ja ohnehin ein besonderes Stück Fleisch, aber durch die Zubereitung im Big Green Egg und die Rückwärtsgrill-Technik erreicht es eine neue Dimension von Saftigkeit und Geschmack.




Qualität, die man schmeckt: Côte de Boeuf vom Weingartner Weiderind


Besonders wichtig war mir bei diesem BBQ-Event, dass das Fleisch regional und nachhaltig produziert wurde. Ich habe mich für ein Côte de Boeuf vom Weingartner Weiderind entschieden. Diese Rinder wachsen auf regionalen Weiden auf und leben in artgerechter Haltung. Für mich ist die Qualität des Fleisches entscheidend, und das Weingartner Weiderind hat wirklich alle Erwartungen übertroffen. Das Fleisch war wunderbar marmoriert und hatte diesen natürlichen, intensiven Geschmack, den man nur bei hochwertigem, regionalem Fleisch bekommt.
Rückwärtsgrillen – der Schlüssel zur Perfektion
Für diejenigen, die mit dem Begriff „Rückwärtsgrillen“ (auch Reverse Searing genannt) noch nicht vertraut sind: Es ist eine Technik, bei der das Fleisch zuerst bei niedriger Temperatur langsam gegart und erst am Ende kurz und scharf angegrillt wird, um eine schöne Kruste zu bekommen. Der Vorteil dabei? Das Fleisch bleibt viel saftiger als bei der herkömmlichen Methode, bei der das Steak zuerst scharf angebraten und dann bei indirekter Hitze weitergegart wird. Und genau das war der Schlüssel für mein Côte de Boeuf: saftig, zart und voller Geschmack.
Vorbereitung und Garen


Ich habe das Fleisch zunächst auf Raumtemperatur gebracht und ein Stück der Fettschicht abgeschnitten, welches ich mit grobem Meersalz* gewürzt habe. Dann ging es auf den Big Green Egg, der auf 120 °C vorgeheizt war. Dabei habe ich den ConvEGGtor verwendet, um eine indirekte Hitze zu erzeugen, sodass das Fleisch schonend und gleichmäßig garen konnte. Das Fett habe ich dann für 1 bis 2 Minuten auf den Rost gelegt, sodass es ein wenig schmilzt. Dann habe ich mit dem Fett den Rost eingerieben, das Côte de Boeuf daraufgelegt und das Stück Fett auf das Fleisch gelegt. Den Deckel schließen und das Fleisch langsam garen lassen. Nach einer Weile das Fett vom Fleisch nehmen, das Fleisch umdrehen und das Fett wieder darauflegen. Das Fleisch wird nämlich noch schmackhafter, wenn das Fett darauf liegt.
Während des Grillens habe ich regelmäßig die Kerntemperatur mit meinem MEATER* kontrolliert – mein Ziel war eine Kerntemperatur von etwa 42 °C. Das Ganze dauerte etwas, aber die Geduld hat sich absolut gelohnt.
Das finale Anbraten für die perfekte Kruste


Sobald die gewünschte Kerntemperatur erreicht war, habe ich das Big Green Egg auf 250 °C hochgeheizt und das Côte de Boeuf für je zwei Minuten von jeder Seite scharf angegrillt. Dieses kurze Angrillen sorgt für eine perfekte Kruste, die beim Schneiden und Essen einfach Freude bereitet. Schon beim ersten Anschnitt konnte ich sehen, wie unglaublich saftig das Fleisch war. Der Kontrast zwischen der krossen Kruste und dem butterzarten Inneren war einfach perfekt. Das Fleisch vom Rost nehmen, mit grobem Meersalz bestreuen, in Butcher Paper* einwickeln und 10 Minuten ruhen lassen, bevor man es anschneidet. Das Warten mag schwerfallen, aber dadurch verteilen sich die Fleischsäfte optimal und das Ergebnis wird noch saftiger.
Die passenden Beilagen: Röstzwiebeln und Süßkartoffel-Pommes


Aber das Highlight war nicht nur das Fleisch selbst. Um das Gericht abzurunden, habe ich leckere Röstzwiebeln und Süßkartoffel-Pommes als Beilagen gemacht. Die Zwiebeln mit etwas Butter und Zucker goldbraun gebraten – der leicht karamellisierte Geschmack passt hervorragend zum herzhaften Fleisch. Die Süßkartoffel-Pommes habe ich ebenfalls auf meiner großen Grillplatte im Weber Grill zubereitet. Die Kombination aus der Süße der Kartoffeln und der knusprigen Textur war einfach himmlisch. Das war für mich die perfekte Ergänzung zu dem Côte de Boeuf.
Warum Rückwärtsgrillen die beste Methode ist
Was ich bei diesem BBQ besonders geschätzt habe, ist die Kontrolle, die man durch das Rückwärtsgrillen hat. Bei einem solch dicken Stück Fleisch wie dem Côte de Boeuf wäre es mit der klassischen Methode schwieriger, es genau auf den Punkt zu bringen. Das langsame Garen bei niedriger Temperatur sorgt dafür, dass das Fleisch gleichmäßig gegart wird, ohne dass die Ränder trocken oder zu stark durchgebraten sind. Am Ende hat man ein durchgehend zartes Steak, das von innen bis außen perfekt gegart ist. Außerdem bleibt das Fleisch unglaublich saftig – ich war wirklich überrascht, wie viel Flüssigkeit in jedem Bissen steckte.
Fazit: Ein BBQ-Erlebnis der Extraklasse
Wenn ihr also mal etwas Neues ausprobieren wollt oder einfach das beste Ergebnis aus einem hochwertigen Stück Fleisch herausholen möchtet, kann ich euch das Rückwärtsgrillen nur wärmstens empfehlen. Es ist vielleicht ein kleiner Schritt weg von der klassischen Grillmethode, aber der Unterschied im Geschmack und in der Textur des Fleisches ist enorm. Das Big Green Egg hat dabei natürlich eine große Rolle gespielt, denn es hält die Temperatur konstant und ermöglicht es, das Fleisch präzise zu garen. Die Kombination aus niedriger Temperatur, langsamer Garzeit und scharfem Anbraten am Ende ist der Schlüssel für das perfekte Steak.
Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp: Lasst das Fleisch nach dem Grillen unbedingt ein paar Minuten ruhen. Das Warten mag schwerfallen, aber dadurch verteilen sich die Fleischsäfte optimal und das Ergebnis wird noch saftiger.
Alles in allem war es eines der besten BBQ-Erlebnisse, die ich in letzter Zeit hatte. Das Côte de Boeuf war einfach ein Traum, die Röstzwiebeln und die Süßkartoffel-Pommes eine perfekte Begleitung. Wenn ihr ein Fan von saftigem, aromatischem Fleisch seid, dann probiert diese Technik unbedingt aus – ihr werdet nicht enttäuscht sein!
Rezepte zum Nachgrillen
Und falls ihr neugierig geworden seid, findet ihr hier die genauen Rezepte:
Viel Spaß beim Nachgrillen und lasst mich wissen, wie es bei euch geklappt hat!


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