Clever vorgebacken, heiß serviert!
Heute geht’s um eine Technik, die dir beim nächsten Grill- oder BBQ-Abend nicht nur Zeit spart, sondern auch richtig Eindruck macht: Parbaking – oder auf gut Deutsch: Vorbacken. Klingt erstmal nach Bäckerlatein, ist aber für uns BBQ-Fans ein echter Gamechanger.
Es handelt sich in diesem Blog-Beitrag um meine eigenen Erfahrungen und Empfehlungen.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung durch die Nennung und Verwendung von Produkten meiner Kooperationspartner.




Was ist Parbaking überhaupt?
Parbaking bedeutet, dass du Teigwaren – wie z. B. Burger Buns, Pizzaböden oder auch Brot – nur teilweise backst. Der Teig wird gerade so weit gebacken, dass er Form und Struktur behält, aber noch nicht fertig ist.
Das Coole daran: Du kannst deine Teiglinge vorbereiten, vorbacken, lagern – und erst dann vollenden, wenn du sie wirklich brauchst. Das ist ideal für alle, die beim BBQ oder Dutch Oven nicht auch noch den Teigstress haben wollen.
„Parbaking heißt für uns BBQler:
clever vorbereiten – und später heiß & frisch servieren!“
Wie funktioniert das Vorbacken?
Beim Parbaking gehst du in vier einfachen Schritten vor. Du brauchst keinen Doktortitel in Backwissenschaft – nur etwas Timing und den richtigen Feuchtigkeitsgehalt (Hydration!) im Teig.
1. Teig vorbereiten und gehen lassen
Wie beim normalen Backen auch: Du knetest dir deinen Teig, lässt ihn gehen und formst ihn – je nachdem, ob du Burger Buns, Baguette oder Pizzaboden vorhast.
Achte auf die Hydration deines Teigs – je nach Mehltyp liegt die meist zwischen 60 und 75 %. Besonders bei Broten oder Pizzateigen mit hohem W-Wert (Backstärke des Mehls) lohnt sich das für die spätere Textur.
2. Teilweise backen
Jetzt geht’s ab in den Ofen bzw. auf den Grill – aber nicht zu lange! Ziel ist es, den Teig nur etwa 60–70 % der normalen Backzeit zu backen. Die Kruste soll dabei hell bleiben und nicht bräunen. Bei Burger Buns wären das z. B. 8 Minuten statt 12.
Temperatur: je nach Gebäck 180–220 °C – also genau wie beim normalen Backen.
3. Abkühlen lassen & lagern
Nach dem Vorbacken lässt du das Gebäck komplett abkühlen. Danach kannst du es:
- luftdicht verpacken (z. B. vakuumieren mit dem Caso VC100*),
- in den Kühlschrank legen (für 1–2 Tage) oder
- einfrieren für längere Lagerung.
4. Fertigbacken bei Bedarf
Wenn’s soweit ist – z. B. beim BBQ mit Freunden – kommt dein vorgebackenes Gebäck zurück auf die Hitze:
- im Grill mit Deckel,
- im Dutch Oven,
- oder einfach nochmal in den Backofen.
Nur wenige Minuten reichen, um es knusprig und warm auf den Teller zu bringen. Und deine Gäste denken, du hättest es gerade frisch aus der Backstube geholt.
Wie lange dauert das Parbaking?
Das hängt davon ab, was du vorbackst. Als Faustregel für dein Parbaking-Abenteuer gilt: 60–70 % der regulären Backzeit, bei einer Temperatur zwischen 180–210 °C – je nach Rezept.
Hier ein paar Beispiele mit konkreten Backtemperaturen:
Burger Buns:
- Vorbacken: ca. 8 Minuten bei 190 °C,
- Fertigbacken: weitere 4–5 Minuten bei 200 °C
Brot (klassisch im DO oder Ofen):
- Vorbacken: ca. 25 Minuten bei 200 °C,
- Fertigbacken: nochmal 15–20 Minuten bei 220 °C
Oder ganz simpel: Zwei Drittel jetzt – ein Drittel später.
Die ideale Temperatur fürs Parbaking von Pizzaboden:
Vorbacken (Parbaking):
- 250–280 °C, am besten auf einem Pizzastein oder Stahl (Grill oder Ofen)
- 5–7 Minuten, je nach Dicke und Hydration
Ziel: Der Teig soll stabil werden, leichte Struktur kriegen, nicht bräunen, aber so fest sein, dass du ihn später problemlos belegen kannst, ohne dass alles durchsuppt.
Finales Backen nach Parbaking – Pizza fertigbacken:
- 300–350 °C, z. B. auf dem Grill mit Pizzastein oder im Pizzaofen
- 4–6 Minuten, je nach Belag und gewünschter Kruste
Je heißer, desto besser – das ist hier die Devise. Und falls du einen echten Pizzaofen oder Kugelgrill mit Pizzaring hast: go full throttle!
Pitmaster-Tipp:
Wenn du einen hohen W-Wert (also starke Backeigenschaften des Mehls, z. B. Tipo 00 mit W 300–400) nutzt und den Teig gut hydrierst (Hydration ~65–70 %), dann bringt dir die hohe Hitze richtig Luft und Crunch in den Rand!
Warum wird Parbaking verwendet?
Ganz einfach: Weil’s richtig clever ist!
- Zeitersparnis – Du musst nicht alles gleichzeitig jonglieren
- Frisch servieren – Auch bei spontanen Gästen oder Grillpartys
- Stressfreier Ablauf – Vor allem bei größeren BBQ-Events
- Ideal für Vorratshaltung – Meal Prep at its best
- Flexibel & planbar – Dutch Oven, Grill, Backofen – du entscheidest!
Typische Einsatzszenarien:
- Große BBQ- oder Gartenpartys
- Dutch Oven Rezepte, z. B. rustikale Brote
- Grill-Klassiker wie Pulled Pork mit frisch aufgebackenen Buns
- Familiensonntage mit selbst gemachten Pizzaböden auf Vorrat
„Parbaking ist wie Mise en Place für den Rost –
gut vorbereitet ist halb gegrillt!“
So nutzt du Parbaking bei deinem nächsten BBQ
Hier kommt ein Tipp direkt vom Rost:
Burger Buns selber machen, vorbacken, einfrieren – und beim BBQ auf dem Grill fertigbacken!
Wie das geht?
- Vorbacken wie oben beschrieben
- Nach dem Abkühlen luftdicht einfrieren
- Beim Grillen einfach auf den Rost legen, indirekte Hitze, Deckel drauf
- Nach 4–5 Minuten hast du fluffige, frische Burger Brötchen
Auch Pizzaböden lassen sich so super vorbereiten:
Einmal parbaken – dann einfrieren – und später mit deinem Lieblingsbelag auf dem Grill finalisieren.
Egal ob Backofen, Dutch Oven oder Gasgrill: Du bist flexibel. Und hast garantiert frisches Gebäck, wenn der große Hunger zuschlägt.
Fazit – Vorbacken rockt!
Parbaking ist kein Trend – sondern eine clevere Methode, dir das BBQ-Leben leichter zu machen.
Du hast weniger Stress, mehr Flexibilität und immer frisches Brot, Buns oder Pizzaböden am Start.
Also: Einfach mal ausprobieren!
Raus an den Grill – und ran an den Teig!
Bleib dran und werde zum Grillmeister!
Auf meinem Blog erwarten dich nicht nur fundierte Tipps und Tricks, sondern auch spannende Rezepte, inspirierende Grillgeschichten und ehrliche Produkttests. Gemeinsam machen wir aus deinem nächsten BBQ ein unvergessliches Erlebnis.
Hast Du schon mit Parbaking gearbeitet? Teile Deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren – ich freue mich, von dir zu hören! Lass uns zusammen die Welt des BBQ entdecken und perfektionieren.
Bleib dabei, denn hier auf dem Blog wird es immer wieder Neues geben, das deine Leidenschaft fürs Grillen entfacht. Bis zum nächsten BBQ-Abenteuer – keep it low and slow!


Feuer frei – teile deine BBQ-Leidenschaft mit uns!