Vom Garten zum Glas
Es gibt kaum etwas Schöneres, als im eigenen Garten zu stehen, die Hände nach oben zu strecken und einen knackigen Apfel direkt vom Baum zu pflücken.
Genau so fing unser Abenteuer „Apfelsaft“ an. In diesem Jahr wollten wir etwas Besonderes aus unseren Äpfeln machen – keinen Kuchen, kein Mus, sondern unseren ganz eigenen, naturreinen Apfelsaft. Ein echtes Stück Heimat im Glas.
Es handelt sich in diesem Blog-Beitrag um meine eigenen Erfahrungen und Empfehlungen.




Handgepflückt und naturbelassen


Unsere Apfelbäume tragen seit vielen Jahren treu ihre Früchte. Mal gibt es mehr, mal weniger, aber in diesem Jahr war die Ernte wirklich reichlich. Gemeinsam mit der Familie sind wir mit Körben, Eimern und Leitern in den Garten gezogen. Jeder Apfel wurde von Hand gepflückt – ohne Schütteln, ohne Stress für den Baum. Wir wollten nur die besten Früchte mitnehmen, denn die Qualität des Safts beginnt schon beim Pflücken.
Das Schöne: Unsere Äpfel sind naturbelassen. Kein Spritzmittel, keine Chemie – nur Sonne, Regen und ein bisschen Gartenliebe. Das schmeckt man später auch im Saft. Um dem Ganzen eine besondere Note zu geben, haben wir auch ein paar Birnen dazugemischt. Birnen bringen eine milde Süße und eine samtige Weichheit in den Apfelsaft – eine perfekte Ergänzung.
Auf zum SaftSeggl
Gepresst haben wir unseren Saft beim SaftSeggl in der Region. Ein echter Geheimtipp für alle, die ihre eigenen Äpfel nicht nur lagern oder verkochen wollen. Der SaftSeggl bietet die Möglichkeit, das eigene Obst zu Saft verarbeiten zu lassen – und zwar professionell, hygienisch und so, dass man am Ende garantiert seinen eigenen Saft wieder mit nach Hause nimmt.
Allein schon die Atmosphäre dort ist etwas Besonderes: Auf dem Hof herrscht reges Treiben, Autos fahren mit vollgeladenen Hängern vor, Familien packen Körbe und Kisten aus, Kinder laufen neugierig herum und schauen beim Pressen zu. Man merkt sofort: Hier steckt Herzblut drin.
Wie wird aus Äpfeln Saft?
Der Pressprozess ist spannend und lief bei uns so ab:
Anlieferung
Zuerst haben wir unser Obst mit unserem Anhänger direkt bei der Saftpresse angeliefert. Grob sagt man: Aus 100 kg Äpfeln werden etwa 60 bis 70 Liter Apfelsaft. Wir waren gespannt wieviel Äpfel und Birnen es bei uns waren.


Waschen
Die Äpfel und Birnen landen in einer großen Waschanlage. Hier werden Erde, Blätter und kleine Insektenreste entfernt. Sauberkeit ist das A und O, damit der Saft frisch und klar wird.
Zerkleinern
Danach geht es ab in die Mühle: Das Obst wird grob zerkleinert. Dabei entsteht eine Apfel-Birnen-Maische, die ein bisschen wie Fruchtmus aussieht.


Pressen
Jetzt kommt der spannendste Teil: Die Maische wird in eine hydraulische Bandpresse gefüllt. Unter hohem Druck wird der Saft herausgepresst. Hier sieht man zum ersten Mal die goldgelbe Flüssigkeit, die später in unseren Gläsern landen wird.
Erhitzen & Haltbarmachen
Damit der Saft lange haltbar bleibt, wird er schonend auf ca. 80 °C erhitzt (Pasteurisierung). Dabei gehen keine Aromen verloren, aber Keime und Bakterien werden zuverlässig abgetötet.


Abfüllen
Direkt danach fließt der frische Saft in die Bag-in-Box-Verpackungen. Die praktischen 3-, 5- oder 10-Liter-Beutel haben einen Zapfhahn und sind nach dem Öffnen mehrere Wochen haltbar. Perfekt für den Alltag – oder die nächste Grillparty.
Wichtige Tipps beim Pressen
Wer zum SaftSeggl oder einem ähnlichen Saftpressbetrieb fährt, sollte ein paar Dinge beachten:
Nur reifes Obst mitbringen:
Überreife oder faule Äpfel machen den Saft muffig.
Gemisch aus Sorten:
Verschiedene Apfelsorten bringen mehr Aroma. Süße und säuerliche Äpfel in Kombination ergeben den besten Saft.
Saubere Kisten nutzen:
Obst nicht in alten, muffigen Säcken transportieren – Sauberkeit wirkt sich direkt auf den Geschmack aus.
Birnen oder Quitten dazugeben:
Kleine Mengen anderer Früchte können dem Saft eine ganz besondere Note verleihen.
Unser Ergebnis


Am Ende standen wir da – mit etlichen 5-Liter-Boxen und knapp 100 Liter unseres ganz persönlichen Apfel-Birnen-Safts. Goldgelb, fruchtig, leicht säuerlich, mit einer feinen Süße der Birnen. Jeder Schluck ist ein Stück Garten, ein Stück Heimat, ein Stück Familie.
Und das Beste:
Wir wissen genau, was drin ist. Kein Zucker, keine Zusätze – nur 100 % Natur. Für uns ist das mehr als nur ein Getränk. Es ist ein Erlebnis, eine Erinnerung und ein Projekt, das wir sicher jedes Jahr wiederholen wollen.
Fazit
Selbstgemachter Apfelsaft ist nicht nur lecker, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, die Ernte aus dem eigenen Garten sinnvoll zu nutzen. Der SaftSeggl hat uns dabei gezeigt, wie professionell, effizient und gleichzeitig familiär so ein Pressvorgang ablaufen kann.
Wenn ihr also selbst Obstbäume habt: Probiert es unbedingt aus. Es ist ein großartiges Gefühl, den eigenen Saft in der Hand zu halten – und am Ende gemeinsam mit der Familie oder Freunden zu genießen.
Rezept-Idee mit deinem Saft:
- Apfelgelee
- Apfel-Sirup
Bleib dran und werde zum Grillmeister!
Auf meinem Blog erwarten dich nicht nur fundierte Tipps und Tricks, sondern auch spannende Rezepte, inspirierende Grillgeschichten und ehrliche Produkttests. Gemeinsam machen wir aus deinem nächsten BBQ ein unvergessliches Erlebnis.
Hast Du schon mal eigenen Apfelsaft gepresst bzw. pressen lassen? Teile Deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren – ich freue mich, von dir zu hören! Lass uns zusammen die Welt des BBQ entdecken und perfektionieren.
Bleib dabei, denn hier auf dem Blog wird es immer wieder Neues geben, das deine Leidenschaft fürs Grillen entfacht. Bis zum nächsten BBQ-Abenteuer – keep it low and slow!

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