…mit Trüffelkartoffeln & gegrilltem Eisbergsalat
Manchmal braucht es keine große Show, kein Chichi, kein überladenes Menü. Manchmal reicht ein ehrliches Stück Fleisch, perfekte Hitze, gutes Handwerk – und ein paar starke Beilagen, die das Ganze auf ein neues Level heben. Genau so ein Moment war dieses Menü:
Zwiebelrostbraten mit Trüffelkartoffeln und gegrilltem Eisbergsalat.
Das Fleisch: regional, hochwertig und mit Liebe aufgezogen – von Der Metzger Repple*.
Die Zubereitung: kompromisslos auf Geschmack getrimmt – vom Big Green Egg bis zur geschmiedeten Eisenpfanne.
Ein Gericht, das zeigt, was BBQ für mich bedeutet: Respekt vor dem Produkt, Feuer unter Kontrolle und maximale Aromen auf dem Teller.
Es handelt sich in diesem Blog-Beitrag um meine eigenen Erfahrungen und Empfehlungen.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung durch die Nennung und Verwendung von Produkten meiner Kooperationspartner.




Das Herzstück: Zwiebelrostbraten im Reverse-Seared-Style


Der Zwiebelrostbraten ist ein echter Klassiker der süddeutschen Küche. Ursprünglich stammt er aus der schwäbischen Küche und wird traditionell in der Pfanne gebraten. Auf dem Grill – und vor allem auf dem Big Green Egg – bekommt dieses Gericht jedoch eine völlig neue Tiefe.
Ich habe mich bewusst für die Reverse-Seared-Methode entschieden. Diese Technik bedeutet:
Das Fleisch wird zuerst bei niedriger, indirekter Hitze langsam auf Temperatur gebracht und erst ganz zum Schluss scharf angegrillt.
Warum das so genial ist?
- Das Fleisch gart gleichmäßig von Rand bis Kern
- Es bleibt extrem saftig
- Die Gefahr, es zu übergaren, ist deutlich geringer
- Die Kruste wird am Ende besonders intensiv


Gerade bei hochwertigem, regionalem Rindfleisch ist das ein riesiger Vorteil. Dieses Fleisch hat Charakter, Struktur und Eigengeschmack. Es verdient eine Zubereitung, die genau das bewahrt.
Nach dem indirekten Garen ging es kurz über die direkte Hitze des Big Green Egg. Hier entstehen die begehrten Röstaromen, die wir alle am Steak lieben. Erst jetzt ist das Fleisch „grillfertig“ für den finalen Schritt: das Arrosieren.
Arrosieren – die hohe Schule des Steak-Finishs
Viele kennen Butter auf dem Steak – aber nur wenige wissen, wie viel Potenzial in der Technik des Arrosierens steckt.


Arrosieren bedeutet:
Das Fleisch liegt in einer heißen Pfanne und wird kontinuierlich mit geschmolzener Butter übergossen. In dieser Butter liegen Rosmarin und Knoblauch, die ihre Aromen abgeben.
Ich verwende dafür bewusst eine geschmiedete Eisenpfanne* von Albert Turk*.
Warum?
- Eisen speichert Hitze extrem gleichmäßig
- Die Pfanne entwickelt mit der Zeit eine natürliche Antihaftschicht
- Sie ist nahezu unzerstörbar
- Sie sorgt für perfekte Bratbedingungen ohne Temperaturschwankungen
In dieser Pfanne wird das Fleisch nicht einfach nur warm gehalten – es wird veredelt.
Die heiße Butter umhüllt das Fleisch, transportiert die Kräuteraromen und verbindet sich mit den Röstaromen der Kruste. Jeder Löffel, der über das Steak fließt, intensiviert den Geschmack.
Das Ergebnis ist kein „normaler“ Zwiebelrostbarten mehr, sondern ein aromatisch tiefes, fast schon luxuriöses Geschmackserlebnis – ganz ohne Schnickschnack.
Wenn Du tiefer in diese Technik einsteigen willst, schau Dir unbedingt meinen Beitrag „Arrosieren wie ein Profi“ an – das verändert Dein BBQ-Game für immer.
Die Zwiebeln – mehr als nur Beilage


Beim Zwiebelrostbraten spielen die Zwiebeln keine Nebenrolle – sie sind ein zentraler Bestandteil des Gerichts.
Viele machen den Fehler, Zwiebeln einfach schnell anzubraten. Doch gute Zwiebeln brauchen Zeit.
In der schmiedeeisernen Eisenpfanne* werden sie langsam glasig, dann goldbraun und schließlich leicht karamellisiert.
Dabei passiert Folgendes:
- Die Schärfe der Zwiebel verschwindet
- Die natürliche Süße tritt in den Vordergrund
- Röstaromen entstehen
- Textur und Geschmack werden weich und rund
Diese Zwiebeln verbinden später alles auf dem Teller:
Sie greifen die Butteraromen des Fleisches auf, harmonieren mit dem Rindfleisch und sorgen dafür, dass jeder Bissen saftig bleibt.
Gerade für Einsteiger ist das eine wichtige Erkenntnis:
Geduld ist eine Zutat. Und bei Zwiebeln schmeckt man sie besonders.
Trüffelkartoffeln – kleine Knolle, großer Charakter


Trüffelkartoffeln sind optisch schon ein Hingucker: leicht bläulich, rustikal, ursprünglich.
Ihr Name hat nichts mit echtem Trüffel zu tun, sondern beschreibt ihr leicht nussiges, erdiges Aroma.
Auf dem Grill entfalten sie genau diesen Charakter besonders schön:
- Die Schale wird rösch
- Das Innere bleibt cremig
- Die Röstaromen verstärken den Eigengeschmack
Ich habe sie auf der großen Grillplatz meines Weber-Grills zubereitet – mit indirekter Hitze und Zeit.
Ein bisschen Öl, etwas Salz – mehr braucht es nicht, wenn die Basis stimmt.
Gerade für Leser, die Kartoffeln sonst nur aus dem Kochtopf kennen, ist das ein Aha-Moment:
Kartoffeln können auf dem Grill genauso spannend sein wie Fleisch.
Gegrillter Eisbergsalat – vom Beilagen-Statisten zum Hauptdarsteller
Eisbergsalat ist für viele einfach nur „der knackige Salat für den Alltag“.
Doch auf dem Grill zeigt er eine völlig neue Seite.
Durch die kurze direkte Hitze:
- karamellisieren die Schnittflächen leicht
- entstehen feine Röstaromen
- bleibt der Kern knackig und frisch


So entsteht ein spannender Kontrast:
Warm und geröstet außen – kühl und knackig innen.
Gerade für Grill-Einsteiger ist das eine perfekte Übung:
Schnell gemacht, kaum Risiko, maximaler Effekt.
Und plötzlich merkt man:
Der Grill ist nicht nur für Fleisch da – er ist ein Werkzeug für Aromen.
Fazit – Wenn Einfachheit zur Perfektion wird
Dieses Menü zeigt, worum es beim Grillen für mich wirklich geht:
Nicht um Effekthascherei, nicht um immer neue Trends – sondern um Respekt vor dem Produkt, Zeit, Hitzegefühl und echtes Handwerk.
Ein regionales Stück Rindfleisch, langsam und kontrolliert im Big Green Egg gegart.
Eine ehrliche Eisenpfanne, die aus Butter, Kräutern und Röstaromen pure Magie macht.
Kartoffeln, die zeigen dürfen, wie viel Charakter in einer Knolle stecken kann.
Und ein Eisbergsalat, der beweist, dass selbst Alltägliches auf dem Grill Großes leisten kann.
Alles an diesem Teller ist bodenständig – und genau deshalb so besonders.
Dieses Gericht braucht keine Show. Es lebt von Qualität, Geduld und Feuer. Es ist ein Menü, das man nicht nur isst, sondern versteht:
- Wie Hitze wirkt.
- Wie Aromen entstehen.
- Und wie aus einfachen Zutaten ein echtes Erlebnis wird.
Genau das ist für mich BBQ. Und genau dafür brenne ich.
Mach Feuer. Nimm Dir Zeit. Vertrau dem Produkt.
Und dann: WE TAME FLEISCH.
Die passenden Rezepte zum Nachgrillen
Wenn Du das Menü selbst erleben willst, findest Du hier die einzelnen Bausteine:
Bleib dran und werde zum Grillmeister!
Auf meinem Blog erwarten dich nicht nur fundierte Tipps und Tricks, sondern auch spannende Rezepte, inspirierende Grillgeschichten und ehrliche Produkttests. Gemeinsam machen wir aus deinem nächsten BBQ ein unvergessliches Erlebnis.
Hast Du schon mal mit Zwiebelrostbraten auf em Grill gemacht? Teile Deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren – ich freue mich, von dir zu hören! Lass uns zusammen die Welt des BBQ entdecken und perfektionieren.
Bleib dabei, denn hier auf dem Blog wird es immer wieder Neues geben, das deine Leidenschaft fürs Grillen entfacht. Bis zum nächsten BBQ-Abenteuer – keep it low and slow!


Feuer frei – teile deine BBQ-Leidenschaft mit uns!