Du suchst nach einem außergewöhnlichen Getränk für deinen nächsten BBQ-Abend? Dann solltest du unbedingt Tepache probieren! Das traditionelle mexikanische Fermentationsgetränk aus Ananasschalen begeistert mit fruchtiger Süße, einer angenehmen Säure und einer natürlichen Spritzigkeit. Das Beste daran: Du verwertest Teile der Ananas, die sonst oft im Müll landen, und zauberst daraus einen echten Sommer-Drink.
In dieser Version zeige ich dir, wie du Tepache ganz einfach selbst herstellen kannst – perfekt als erfrischender Begleiter zu Tacos, Pulled Pork, Burgern oder gegrillter Ananas. Mit einem kleinen BBQ-Twist vom Grill wird daraus sogar ein ganz besonderes Geschmackserlebnis für echte Pitmaster.
Fruchtig. Prickelnd. Mexikanisch. Und wie gemacht für die nächste Grillparty.
Zubereitungszeit 10 Minuten
Fermentation 2 Tage
Gesamtzeit 2 Tage 10 Minuten
Gericht Getränke
Küche Mexikanisch
Portionen 4 Personen
Kalorien 75 kcal

Kochutensilien

  • 1 Glas 2 Liter Fassungsvermögen

Zutaten
  

  • 1 Bio-Ananas Nur Schalen und Strunk
  • 1,3 Liter Wasser
  • 100-120 gr. brauner Rohrzucker
  • 1 kleine Zimtstange oder ½ große Zimtstange
  • 1-2 Nelken Optional

Anleitung
 

Ananas vorbereiten

  • Die Ananas gründlich waschen.
    1 Bio-Ananas
  • Fruchtfleisch für andere Rezepte verwenden.
  • Schalen und Strunk grob zerkleinern.

Ansatz herstellen

  • Den Zucker im Wasser auflösen.
    1,3 Liter Wasser, 100-120 gr. brauner Rohrzucker
  • Ananasschalen, Strunk und Gewürze in das 1,8-Liter-Glas geben.
    1 kleine Zimtstange, 1-2 Nelken
  • Mit dem Zuckerwasser auffüllen.
  • Das Glas nur bis etwa 80–85 % füllen. Während der Fermentation entstehen Kohlensäure und Schaum.

Fermentieren

  • Das Glas mit einem Fermentationsdeckel oder einem sauberen Tuch abdecken.
  • Bei 20–25 °C für 2–4 Tage stehen lassen.
  • Einmal täglich umrühren oder das Glas vorsichtig schwenken.

Geschmack prüfen

  • Nach 2 Tagen: eher süß und fruchtig
  • Nach 3 Tagen: ausgewogen
  • Nach 4 Tagen: deutlich säuerlicher und komplexer

Abseihen

  • Durch ein feines Sieb filtern und in Flaschen füllen.

Optional: Mehr Kohlensäure

  • Die gefilterte Tepache für weitere 12–24 Stunden in Bügelflaschen bei Raumtemperatur nachgären lassen.
  • Danach kalt stellen.

Pitmaster-Tipps

BBQ-Version
Ananas vor dem Schälen 15 Minuten indirekt auf dem Big Green Egg bei 180 °C grillen. Das sorgt für leichte Rauch- und Karamellnoten, die perfekt zu BBQ, Tacos und Pulled Pork passen.
Serviertipp
4–5 Eiswürfel
200 ml Tepache
1 Spritzer Limettensaft
Garnitur aus Minze oder gegrillter Ananas
Ergibt etwa 1 Liter fertige Tepache – ideal für 4–6 Gläser als BBQ-Aperitif.
 
Trink-Empfehlung
Bei selbstgemachter Tepache zunächst ein Glas (200–300 ml) trinken und schauen, wie man sie verträgst.
Warum?
Tepache ist ein fermentiertes Getränk und enthält natürliche Hefen und Milchsäurebakterien. Gerade wenn man nicht regelmäßig fermentierte Lebensmittel oder Getränke konsumiert, können größere Mengen zu Blähungen oder Magen-Darm-Beschwerden führen.
Je länger die Fermentation, desto höher sind Säuregehalt und (geringer) Alkoholgehalt.
Empfehlung
  • Erstes Mal: 200–300 ml
  • Regelmäßige Trinker: 300–500 ml sind für die meisten Menschen problemlos.
  • Größere Mengen (> 1 Liter): können wegen Zucker, Säure und Fermentationsprodukten auf den Magen schlagen.
 
Zum BBQ eignet sich Tepache hervorragend als Aperitif oder Begleiter zum Essen. Ein bis zwei Gläser à 250 ml sind für die meisten Menschen eine angenehme Menge.
Wenn deine Tepache bereits 4–5 Tage fermentiert hat und deutlich spritzig geworden ist, würde ich eher bei 200–300 ml pro Portion bleiben, da sie dann kräftiger und säurebetonter ist.
Schlagwörter Ananas, Fermentation, Mexiko, Tepache

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